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BLOG / PROGNOSEN · 17. September 2022

Meine DAX-Prognose 12.000 Punkte bis Dezember

Deutschland befindet sich in einer fortlaufenden Transformation. Die Versorgung von Gas und Öl wurde stark eingeschränkt. Wasserstoff wird in der Zukunft eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Bis es aber soweit ist, vergeht Zeit und Mühe. Der Kostendruck steigt. Daher rechnen Ökonomen mit einer Zurückhaltung des Konsums. Wie auch immer. 

Uns interessieren die Marktteilnehmer, die die Zukunft handeln und deren Bild sieht so aus:

Die Zinsschritte der EZB bremsen den Aktienhype. Viele sagen schon wieder, der Höchstpunkt der Inflation liegt bereits hinter uns. Aber solche Glaubenssätze, die auch auf vielen YouTube Kanälen gespielt werden, stellten sich als falsch heraus. Von Prinzip her sollte es uns als Händler und Spekulanten erstmal egal sein. Selbst wenn die Inflation rückläufig ist, wird sie nicht so stark rückläufig sein, dass die Futures (Zins/Renten) entsprechend steigen und die Aktienmärkte stärken. Die Aktienmärkte werden zur Zeit über die Geldpolitik ein Stück weit gesteuert. 

Die Auswirkungen von Entscheidungen der Zentralbanken auf den Aktienmarkt

Im August 2021 drehte der DAX und Bund-Futures in der Algorithmischen Gleichung auf Verkaufen. Eigentlich recht ungewöhnlich, weil der August zu den Saisonal guten Monaten gehört. Im September 21 wurde die Schwäche bestätigt, bevor sich der Markt beruhigen konnte. Erst im Dezember 21 zeigte sich der Aktienmarkt erneut schwach und seitdem ging es praktisch nur abwärts. Von daher ist das Verkaufssignal noch aktiv.

DAX UND BUND FUTURES GLEICHUNG
DAX UND BUND FUTURES GLEICHUNG

Die Gleichung hat auch den Vorteil, den mittelfristigen Trend klarer herauszustellen. Eine Gleichung funktioniert wie ein Filter. Algorithmische Signale können so eine bessere Aussagekraft vermitteln.

Erste Zeichen eines schwächer werdenden Marktes

Im Februar 2022 war es soweit. Das erste Indikatorensystem (POBO) wechselte seine Richtung. In einer heißen Marktphase warteten Händler auf dieses Signal. Im Juni 22 folgte die Bestätigung mit einem weiteren Signal (BOP). Im Juli 22 griff dann nochmal die Statistik der saisonalen Mustern, die aber schon im August 22 keine Bestätigung mehr fand. Seitdem geht es stetig abwärts.

DAX PERFORMANCE INDEX
DAX PERFORMANCE INDEX

Trotz eines zwischenzeitlich schwachen Ölpreis, aktuell bei 92,14 USD der Sorte Brent Crude Oil (Juni noch bei 128 USD), kann der DAX davon nicht profitieren. 

Wenn wir uns die Aktien-Paare anschauen, dann steht die Allianz und Münchner Rück relativ gut da. Auch die Commerzbank und Deutsche Bank behaupten sich.

Die RWE und EON können von der Energiekrise nicht profitieren und zeigen sich schwach und somit marktneutral. 

Bei Volkswagen und Porsche ist eine Zurückhaltung zu erkennen. Da befinden sich die Anleger in einer abwartenden Haltung. Sie wollen günstiger kaufen.

Mein Fazit

Zur Zeit sind die Verkäufer einfach in einer vorteilhafteren Position. Auch wenn DAX Schwergewichte zur Zeit noch stark aussehen und den Markt abfedern. Die Inflation ist nach wie vor ein Thema. Weitere Zinserhöhungen (Schritte) werden erwartet und folgen. Die Energiekrise ist noch nicht ausgestanden. Und da gibt es noch so viel mehr.

Daher setze ich persönlich auf fallende Märkte. Erstes Ziel 12.000 Punkte beim DAX Performance Index.